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Förderband-Rechner: Förderleistung in t/h und m³/h

Geben Sie Gurt und Material ein. Der Rechner ermittelt den Füllquerschnitt auf dem dreiteiligen Muldengurt und daraus Volumen- und Massenstrom.

mm
m/s
°

Setzt typische Schüttdichte und Böschungswinkel ein. Sie können beides unten ändern.

t/m³
°

Neigung der Materialoberfläche auf dem laufenden Gurt. Meist 10° bis 25°, kleiner als der Schüttwinkel in Ruhe.

°
%

100 % ist der volle theoretische Querschnitt. Bei ungleichmäßiger Aufgabe mit 70 bis 80 % planen.

Massenstrom
– t/h
Volumenstrom
– m³/h
Gurtbelastung
– kg/m
Füllquerschnitt
– m²

    So wird die Förderleistung berechnet

    Ein Gurtförderer bewegt ein durchgehendes Materialband. Seine Leistung ist die Querschnittsfläche dieses Bandes mal die Gurtgeschwindigkeit. Alles andere dient dazu, den Querschnitt richtig zu bestimmen.

    Auf einem dreiteiligen Muldengurt besteht der Querschnitt aus zwei Teilen: dem Teil in der Mulde zwischen Mittel- und Seitenrollen und dem Haufen darüber, dessen Neigung der Böschungswinkel bestimmt. Der Rechner nutzt das Verfahren der DIN 22101 für Gurtförderer für Schüttgüter:

    b = 0,9 B − 0,05 m

    A1 = [l3 + (b − l3) cos λ]² · tan β ÷ 6

    A2 = [l3 + (b − l3) ÷ 2 · cos λ] · [(b − l3) ÷ 2 · sin λ]

    QV = 3.600 · (A1 + A2) · φ · v

    Qm = QV · ρ

    B
    Gurtbreite
    b
    nutzbare Breite: Die Gurtkanten bleiben frei, damit nichts herunterfällt
    l3
    Länge der Mitteltragrolle nach Normreihe für die jeweilige Gurtbreite
    λ
    Muldungswinkel der Seitenrollen
    β
    Böschungswinkel des Materials auf dem laufenden Gurt
    φ
    Abminderungsfaktor bei Steigung, 1 bei waagerechtem Gurt
    v
    Gurtgeschwindigkeit in m/s
    ρ
    Schüttdichte in t/m³

    Rechenbeispiel

    Ein 800 mm breiter Gurt mit 30° Muldung fördert trockenen Sand (1,6 t/m³, Böschungswinkel 20°) mit 1,6 m/s waagerecht. Die nutzbare Breite beträgt 0,67 m, die Mittelrolle ist 315 mm lang. Daraus ergeben sich 0,0235 m² oben und 0,0416 m² in der Mulde, zusammen 0,0651 m². Bei 1,6 m/s fördert der Gurt 375 m³/h, also rund 600 t/h Sand.

    Was das Ergebnis am stärksten beeinflusst

    Gurtbreite: Die Leistung wächst etwa mit dem Quadrat der Breite. Von 800 auf 1.000 mm steigt sie bei gleicher Geschwindigkeit um rund 60 %.

    Muldungswinkel: Vom Flachgurt auf 20° verdoppelt sich der Querschnitt etwa. Über 35° wird der Zugewinn kleiner, und steile Mulden brauchen Gurte, die die Biegung an den Übergängen vertragen.

    Böschungswinkel: Rieselfähiges Getreide oder trockener Zement liegt flach, um 10°. Stückiges oder klebriges Material wie Hackschnitzel bildet einen steileren Haufen.

    Steigung: Bei kleinen Winkeln kostet sie nur wenige Prozent. Nahe am Böschungswinkel bleibt nur der Muldenteil übrig, und das Material rutscht zurück.

    Typische Ausgangswerte

    MaterialSchüttdichte (t/m³)Böschungswinkel
    Sand, trocken1,4 – 1,715° – 20°
    Kies1,5 – 1,915°
    Kalkstein, gebrochen1,4 – 1,620°
    Steinkohle0,75 – 0,9520° – 25°
    Eisenerz2,1 – 2,920° – 25°
    Zement, lose1,1 – 1,410°
    Weizen0,72 – 0,8210°
    Hackschnitzel0,2 – 0,420° – 25°

    Grenzen der Berechnung

    Das Ergebnis ist die theoretische Förderleistung bei gleichmäßiger Aufgabe und Standard-Tragrollen. In der Praxis laufen Gurte selten zu 100 % gefüllt: Aufgeber schwanken, Material klebt, Übergaben begrenzen den Durchsatz. 70 bis 80 % Beladungsgrad sind ein üblicher Planungswert. Für die Auslegung von Antriebsleistung und Gurtzug braucht es eine vollständige Berechnung nach DIN 22101, meist durch den Hersteller.

    Fragen und Antworten

    Wie berechnet man die Förderleistung eines Förderbands?

    Füllquerschnitt in m² mal Gurtgeschwindigkeit in m/s mal 3.600 ergibt m³/h. Mal Schüttdichte in t/m³ ergibt t/h. Der Querschnitt hängt von Gurtbreite, Muldungswinkel und Böschungswinkel ab.

    Was ist der Unterschied zwischen Böschungswinkel und Schüttwinkel?

    Der Schüttwinkel beschreibt einen ruhenden Haufen. Auf dem laufenden Gurt wird das Material durch die Erschütterungen an den Tragrollen flacher. Dieser dynamische Böschungswinkel liegt meist 5° bis 15° unter dem Schüttwinkel.

    Wie stark verringert eine Steigung die Förderleistung?

    Auf einem steigenden Gurt flacht die Materialoberfläche ab, der obere Teil des Querschnitts wird kleiner. Der Rechner nutzt den Abminderungsfaktor nach DIN 22101. Nähert sich die Steigung dem Böschungswinkel, rutscht Material zurück.

    Reicht diese Berechnung für die Auslegung?

    Sie liefert die theoretische Förderleistung bei Standard-Tragrollen und eignet sich zum Dimensionieren und Vergleichen. Für die endgültige Auslegung braucht es die tatsächlichen Rollenmaße, die Aufgabebedingungen und eine vollständige Gurtzugberechnung durch den Hersteller.

    Zuletzt geprüft: 2026-10-14. Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Planung. Prüfen Sie sie, bevor Sie Auslegungs-, Kauf- oder Sicherheitsentscheidungen darauf stützen.