So wird der Stundenverrechnungssatz berechnet
Der Rechner nutzt die Zuschlagskalkulation, die im Handwerk am weitesten verbreitet ist. Ausgangspunkt ist der Bruttostundenlohn. Darauf kommen Schritt für Schritt die Kosten, die eine Stunde tatsächlich verursacht:
Lohnkosten je produktive Stunde = Lohn · (1 + Lohnnebenkosten) ÷ Produktivität
Selbstkosten = Lohnkosten · (1 + Gemeinkostenzuschlag)
Verrechnungssatz netto = Selbstkosten · (1 + Gewinn und Wagnis)
Rechenbeispiel
Ein Geselle verdient 22 € brutto pro Stunde. Mit 80 % Lohnnebenkosten kostet seine bezahlte Stunde 39,60 €. Weil nur 80 % der Stunden beim Kunden abrechenbar sind, kostet jede abrechenbare Stunde 49,50 €. Mit 50 % Gemeinkosten sind es 74,25 € Selbstkosten, mit 10 % Gewinn und Wagnis 81,68 € netto. Privatkunden zahlen inklusive 19 % Mehrwertsteuer 97,20 €.
Was in die Lohnnebenkosten gehört
- Arbeitgeberanteil zu Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, zusammen rund 21 %
- Beiträge zur Berufsgenossenschaft und Umlagen
- Bezahlter Urlaub, Feiertage und Lohnfortzahlung bei Krankheit
- Urlaubs- und Weihnachtsgeld, vermögenswirksame Leistungen
Weil die Ausfallzeiten bezahlt werden, ohne dass gearbeitet wird, landen viele Betriebe bei 70 bis 100 % Lohnnebenkosten auf den Stundenlohn.
Produktivität ehrlich ansetzen
Nicht jede bezahlte Stunde lässt sich dem Kunden berechnen. Fahrten zum Großhandel, Aufräumen der Werkstatt, Fahrzeugpflege und Nacharbeiten kosten Zeit. Schreiben Sie zwei Wochen lang mit, wie viele Stunden auf Kundenaufträge gehen. Viele Betriebe liegen zwischen 70 und 85 %.
Gemeinkosten aus der Buchhaltung
Den Gemeinkostenzuschlag finden Sie in Ihrer Gewinn- und Verlustrechnung. Summieren Sie alle Kosten außer Material und Löhnen der produktiven Mitarbeiter: Miete, Energie, Fahrzeuge, Werkzeug, Versicherungen, Büro, Steuerberater und das Gehalt der Geschäftsführung. Teilen Sie die Summe durch die Lohnkosten der produktiven Mitarbeiter.