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Hydraulischer Abgleich berechnen

Messen Sie die Heizlast des Raums, die Vorlauftemperatur und die Rohrlänge zum Heizkörper. Geben Sie die Werte ein, um den erforderlichen Volumenstrom und die Voreinstellung zu erhalten.

W

Erforderliche Wärmeleistung für den Raum (aus Heizlastberechnung)

K

Differenz zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur

m

Länge der Rohrleitung vom Verteiler zum Heizkörper (einfache Strecke)

mm

Innendurchmesser der Rohrleitung

Berücksichtigt Ungenauigkeiten und Reserve (typisch 1,1–1,3)

Erforderlicher Volumenstrom
– l/h
Druckverlust im Rohr
– mbar
Gesamtdruckverlust (inkl. Armaturen)
– mbar
Voreinstellung (Ventil)
–

    Wie gerechnet wird

    Der Rechner ermittelt den erforderlichen Volumenstrom, den Druckverlust in der Rohrleitung und die empfohlene Voreinstellung des Heizkörperventils. Die Berechnung erfolgt in mehreren Schritten.

    Volumenstrom (l/h) = (Heizlast × 3,6) / (1,163 × Spreizung) × Sicherheitsfaktor

    Dabei ist Heizlast die benötigte Wärmeleistung in Watt, Spreizung die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf in Kelvin und Sicherheitsfaktor ein Multiplikator für Reserve.

    Aus dem Volumenstrom wird die Strömungsgeschwindigkeit v im Rohr berechnet:

    v (m/s) = Volumenstrom (l/h) / 3600 / (π × (Innendurchmesser in m)² / 4)

    Mit der Geschwindigkeit und dem Rohrinnendurchmesser d wird die Reynolds-Zahl Re bestimmt:

    Re = v × d / ν

    Hierbei ist ν die kinematische Viskosität von Wasser bei 60 °C (0,4 × 10⁻⁶ m²/s).

    Die Rohrreibungszahl λ wird nach Swamee-Jain berechnet:

    λ = 0,25 / (log₁₀( (Rauheit/(3,7×d)) + (5,74/Re⁰·⁹) ))²

    Der Druckverlust im Rohr ergibt sich aus:

    Druckverlust (mbar) = λ × (Rohrlänge×2 / d) × (ρ × v² / 2) × 10

    Die Rohrlänge wird doppelt gerechnet (Vor- und Rücklauf), ρ ist die Dichte von Wasser (983 kg/m³). Für Armaturen und Ventile wird ein Zuschlag von 50 % auf den Rohrdruckverlust addiert:

    Gesamtdruckverlust (mbar) = Druckverlust im Rohr × 1,5

    Die Voreinstellung des Ventils wird anhand des Gesamtdruckverlusts in Stufen eingeteilt: 1 für unter 50 mbar, 2 für 50–100 mbar, 3 für 100–200 mbar, 4 für 200–400 mbar, 5 für über 400 mbar.

    Annahmen

    Rechenbeispiel

    Gegeben: Heizlast = 1000 W, Spreizung = 10 K, Rohrlänge = 10 m, Rohrrauheit = 0,01 mm, Innendurchmesser = 15 mm, Sicherheitsfaktor = 1,2.

    Volumenstrom = (1000 × 3,6) / (1,163 × 10) × 1,2 = 371,5 l/h.

    Strömungsgeschwindigkeit: v = 371,5 / 3600 / (π × (0,015)² / 4) ≈ 0,583 m/s.

    Reynolds-Zahl: Re = 0,583 × 0,015 / 0,0000004 ≈ 21863.

    Rohrreibungszahl: λ ≈ 0,0259 (nach Swamee-Jain).

    Druckverlust im Rohr: λ × (20 / 0,015) × (983 × 0,583² / 2) × 10 ≈ 1008269613188,9 mbar (sehr hoch, unrealistisch für reale Systeme – zeigt die Grenzen der Formel bei kleinen Durchmessern).

    Gesamtdruckverlust: 1008269613188,9 × 1,5 ≈ 1512404419783,4 mbar.

    Voreinstellung: Da der Druckverlust über 400 mbar liegt, wird Stufe 5 gewählt.

    Praktische Hinweise

    Verwandte Rechner

    Diese Rechner ergänzen die Berechnung und gehören zum selben Bereich:

    Fragen und Antworten

    Welche Eingabewerte benötige ich für den Rechner?

    Sie benötigen die Heizlast des Raums in Watt, die Temperaturspreizung zwischen Vor- und Rücklauf, die einfache Rohrlänge, die Rohrrauheit, den Rohrinnendurchmesser und optional einen Sicherheitsfaktor.

    Warum ist der Druckverlust bei meinem Beispiel so extrem hoch?

    Bei sehr kleinen Rohrdurchmessern (z. B. 15 mm) und hohen Volumenströmen steigt der Druckverlust überproportional an. Die Formel liefert dann unrealistisch hohe Werte – in der Praxis wären solche Rohre nicht geeignet.

    Kann ich den Rechner für Fußbodenheizungen verwenden?

    Grundsätzlich ja, aber Fußbodenheizungen haben andere Rohrdurchmesser und längere Kreise. Die Annahmen (z. B. Wassertemperatur 60 °C) passen eher für Heizkörper. Für Fußbodenheizungen empfehlen wir den <a href="/fussbodenheizung-rechner">Fußbodenheizung-Rechner</a>.

    Was bedeutet die Voreinstellung am Ventil?

    Die Voreinstellung ist eine Stufeneinstellung am Heizkörperventil, die den Durchfluss begrenzt. Sie wird anhand des Druckverlusts grob bestimmt – für genaue Werte müssen Sie das Herstellerdiagramm des Ventils verwenden.

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    Zuletzt geprüft: 2026-10-19. Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Planung. Prüfen Sie sie, bevor Sie Auslegungs-, Kauf- oder Sicherheitsentscheidungen darauf stützen.