So werden die Ladekosten berechnet
Der Bordcomputer zeigt, was aus der Batterie kommt. Bezahlt wird, was der Zähler misst, und das ist wegen der Ladeverluste mehr. Aus Heim- und Ladesäulenpreis bildet der Rechner einen Mischpreis:
Bezogene Energie = Verbrauch · (1 + Ladeverlust)
Mischpreis = Anteil zu Hause · Heimpreis + Rest · Ladesäulenpreis
Kosten pro 100 km = Bezogene Energie · Mischpreis
Rechenbeispiel
Ein Elektroauto verbraucht laut Bordcomputer 18 kWh/100 km. Mit 10 % Ladeverlust bezieht es 19,8 kWh. Bei 80 % Laden zu Hause für 35 ct und 20 % an Ladesäulen für 55 ct liegt der Mischpreis bei 39 ct. Das ergibt 7,72 € pro 100 km und bei 12.000 km rund 930 € im Jahr. Ein Benziner mit 6,5 l zu 1,75 € kostet 1.365 €, also etwa 440 € mehr.
Typische Verbräuche
| Fahrzeugklasse | Verbrauch (kWh/100 km) |
|---|---|
| Kleinwagen | 13 – 16 |
| Kompaktklasse | 15 – 18 |
| Mittelklasse, Limousine | 16 – 20 |
| SUV | 19 – 25 |
Im Winter und bei viel Autobahn liegt der Verbrauch 20 bis 40 % höher.
So sparen Sie beim Laden
- Zu Hause mit Wallbox laden: weniger Verluste als an der Haushaltssteckdose.
- Mit eigener Photovoltaik tagsüber laden, wenn das Auto zu Hause steht.
- Dynamische Stromtarife nutzen und nachts oder bei viel Wind laden.
- Schnellladen auf Langstrecken beschränken; ad-hoc-Preise an der Autobahn sind am teuersten.