Wählen Sie die Netzart und geben Sie Strom und einfache Leitungslänge ein. Der Rechner nennt den kleinsten Normquerschnitt, der den Strom trägt und den Spannungsfall einhält.
Mindestquerschnitt
Spannungsfall bei diesem Querschnitt
%
Belastbarkeit dieses Querschnitts
A
Kleinster Querschnitt nach Spannungsfall
Kleinster Querschnitt nach Strom
So wird der Kabelquerschnitt bestimmt
Ein Querschnitt ist ausreichend, wenn er zwei Bedingungen erfüllt. Die Leitung muss den Betriebsstrom dauerhaft tragen, ohne zu warm zu werden, und der Spannungsfall bis zum Verbraucher muss unter der Grenze bleiben. Der Rechner sucht für beide Bedingungen den kleinsten Normquerschnitt und empfiehlt den größeren.
Strom: Belastbarkeit Iz ≥ Betriebsstrom I
Spannungsfall: A ≥ k · L · I ÷ (κ · ΔU)
k
2 bei Wechsel- und Gleichstrom, √3 bei Drehstrom
L
einfache Leitungslänge in m
I
Strom in A
κ
Leitfähigkeit bei 70 °C Leitertemperatur: Kupfer 48,5, Aluminium 29,5 m/(Ω·mm²)
ΔU
zulässiger Spannungsfall in V
Der Rechner rechnet mit der warmen Leitung unter Volllast. Das ist etwas strenger als die oft genutzte Faustformel mit κ = 56 für 20 °C.
Rechenbeispiel
Eine Steckdose mit 16 A hängt an einer 25 m langen Kupferleitung, 230 V. Nach Strombelastbarkeit reicht 1,5 mm² (19,5 A). Der Spannungsfall wäre damit aber 4,8 %. Mit 2,5 mm² sind es 2,9 %, also unter 3 %. Der Rechner empfiehlt 2,5 mm².
Strombelastbarkeit Kupfer, Verlegeart C
Querschnitt
Wechselstrom (2 belastete Adern)
Drehstrom (3 belastete Adern)
1,5 mm²
19,5 A
17,5 A
2,5 mm²
27 A
24 A
4 mm²
36 A
32 A
6 mm²
46 A
41 A
10 mm²
63 A
57 A
16 mm²
85 A
76 A
25 mm²
112 A
96 A
Nach DIN VDE 0298-4 bzw. IEC 60364-5-52, PVC-isoliert, direkt auf oder in der Wand (Verlegeart C), 30 °C Umgebung.
Wann der Querschnitt größer sein muss
Die Tabellenwerte gelten nur für die genannte Verlegeart. Liegt die Leitung in Wärmedämmung, im Elektroinstallationsrohr, gebündelt mit anderen Stromkreisen oder bei höherer Umgebungstemperatur, sinkt die Belastbarkeit deutlich. Die vorgeschaltete Sicherung muss zur Belastbarkeit passen. Den Spannungsfall allein prüfen Sie mit dem Spannungsfall-Rechner. Arbeiten an festen Elektroanlagen gehören in die Hand einer Elektrofachkraft.
Fragen und Antworten
Wie berechnet man den Kabelquerschnitt?
Zwei Bedingungen bestimmen den Querschnitt: Die Leitung muss den Strom dauerhaft tragen (Strombelastbarkeit nach DIN VDE 0298-4) und der Spannungsfall darf die Grenze nicht überschreiten. Für den Spannungsfall gilt bei Wechselstrom A = 2 · L · I · cos φ ÷ (κ · ΔU). Der größere der beiden Querschnitte gilt.
Welcher Kabelquerschnitt für 16 A?
Für einen 16-A-Stromkreis reicht bei kurzer Leitung und Verlegeart C ein Querschnitt von 1,5 mm² Kupfer. Ab etwa 16 m Leitungslänge bei 230 V überschreitet 1,5 mm² unter Last die 3 % Spannungsfall, dann ist 2,5 mm² nötig.
Welcher Kabelquerschnitt für 32 A Drehstrom?
Für 32 A bei 400 V reicht nach Strombelastbarkeit (Verlegeart C, drei belastete Adern) 4 mm² Kupfer mit 32 A. Liegt die Leitung in Wärmedämmung, im Rohr oder gebündelt mit anderen, sinkt die Belastbarkeit von 4 mm² unter 32 A; dann sind 6 mm² nötig, etwa bei vielen Wallbox-Zuleitungen.
Welche Belastbarkeitswerte nutzt der Rechner?
Werte nach DIN VDE 0298-4 bzw. IEC 60364-5-52 für Verlegeart C (direkt auf der Wand), PVC-Isolierung, Kupfer, 30 °C Umgebung. Bei Verlegung in Wärmedämmung, im Rohr, gehäuft oder bei höherer Umgebungstemperatur ist die Belastbarkeit geringer.
Darf ich danach selbst Leitungen verlegen?
Nein. Der Rechner dient der Planung. Arbeiten an festen Elektroanlagen dürfen nur eingetragene Elektrofachkräfte ausführen, die auch Verlegeart, Häufung und Absicherung prüfen.
Zuletzt geprüft: 2026-10-15. Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Planung. Prüfen Sie sie, bevor Sie Auslegungs-, Kauf- oder Sicherheitsentscheidungen darauf stützen.