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Spannungsfall-Rechner für Kabel und Leitungen

Wählen Sie die Netzart und geben Sie Strom, einfache Leitungslänge und Querschnitt ein. Der Rechner zeigt den Spannungsfall und die Spannung am Leitungsende.

V

Nur für Gleichstrom, zum Beispiel 12 V, 24 V oder 48 V.

A
m

Strecke vom Verteiler bis zum Verbraucher, nicht hin und zurück.

mm²

1 für ohmsche Lasten wie Heizungen, etwa 0,8 bis 0,9 für Motoren.

Spannungsfall
– %
Spannungsfall
– V
Spannung am Ende
– V
Leitungsverlust
– W

    So wird der Spannungsfall berechnet

    Jede Leitung hat einen Widerstand. Fließt Strom, fällt an ihr ein Teil der Spannung ab, und beim Verbraucher kommt weniger an. Der Spannungsfall hängt von Länge, Strom, Querschnitt und Leitermaterial ab:

    Wechselstrom: ΔU = 2 · L · I · cos φ ÷ (κ · A)

    Drehstrom: ΔU = √3 · L · I · cos φ ÷ (κ · A)

    Gleichstrom: ΔU = 2 · L · I ÷ (κ · A)

    L
    einfache Leitungslänge in m
    I
    Strom in A
    A
    Leiterquerschnitt in mm²
    κ
    Leitfähigkeit: Kupfer 56, Aluminium 35 m/(Ω·mm²)
    cos φ
    Leistungsfaktor der Last

    Der Faktor 2 berücksichtigt Hin- und Rückleiter. Bei symmetrischem Drehstrom fließt kein Strom zurück, dafür steht √3.

    Rechenbeispiel

    Eine 25 m lange Kupferleitung mit 2,5 mm² versorgt eine Steckdose, an der 16 A fließen. Der Spannungsfall beträgt 2 × 25 × 16 ÷ (56 × 2,5) = 5,7 V, das sind 2,5 % von 230 V. In der Leitung werden dabei 91 W in Wärme umgesetzt.

    Maximale Leitungslänge bei 3 % Spannungsfall

    Querschnitt (Kupfer)10 A, 230 V16 A, 230 V16 A, 400 V Drehstrom
    1,5 mm²29 m18 m36 m
    2,5 mm²48 m30 m61 m
    4 mm²77 m48 m97 m
    6 mm²116 m72 m145 m

    Bei cos φ = 1 und κ = 56. Die Strombelastbarkeit nach Verlegeart ist gesondert zu prüfen.

    Was der Rechner nicht prüft

    Der Spannungsfall ist nur eine von mehreren Bedingungen für die Kabelauswahl. Ebenso wichtig sind die Strombelastbarkeit nach DIN VDE 0298-4 (abhängig von Verlegeart, Häufung und Umgebungstemperatur) und die Abschaltbedingungen der vorgeschalteten Sicherung. Installationen an festen Anlagen dürfen nur Elektrofachkräfte ausführen.

    Fragen und Antworten

    Wie berechnet man den Spannungsfall?

    Bei Wechselstrom: ΔU = 2 · L · I · cos φ ÷ (κ · A). Bei Drehstrom ersetzt √3 den Faktor 2. L ist die einfache Leitungslänge in Metern, I der Strom in Ampere, A der Querschnitt in mm² und κ die Leitfähigkeit, für Kupfer 56 m/(Ω·mm²).

    Wie viel Spannungsfall ist erlaubt?

    DIN VDE 0100-520 empfiehlt für Verbraucheranlagen höchstens 3 % zwischen Hausanschluss bzw. Zähler und Verbraucher. Für den Abschnitt vor dem Zähler gelten zusätzlich die technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers.

    Warum ist der Spannungsfall bei Gleichstrom-Anlagen so kritisch?

    Bei 12 oder 24 V sind die Ströme für dieselbe Leistung viel größer, und ein Volt Verlust ist ein großer Anteil der Spannung. Deshalb brauchen Solar-, Wohnmobil- und Bootsanlagen oft deutlich dickere Kabel.

    Ersetzt der Rechner die Kabelauslegung?

    Nein. Neben dem Spannungsfall müssen Strombelastbarkeit nach Verlegeart, Häufung und Temperatur sowie die Abschaltbedingungen der Sicherung geprüft werden. Arbeiten an Elektroanlagen gehören in die Hand einer Elektrofachkraft.

    Zuletzt geprüft: 2026-10-14. Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Planung. Prüfen Sie sie, bevor Sie Auslegungs-, Kauf- oder Sicherheitsentscheidungen darauf stützen.